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Zwei Seelen in einer Brust: Alexey Chernovs faustischer Pakt im Theatersaal Melchiorsgrund

Rezension Schwalmtal. Es war ein Abend im Spannungsfeld zwischen Licht und Schatten, zwischen himmelhochjauchzender Leidenschaft und zu Tode betrübter Melancholie – der Pianist und Komponist Alexey Chernov nahm sein Publikum in der Reihe „Weltklassik am Klavier“ mit auf eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, inspiriert von Goethes Faust. Unter dem Motto „Zwischen Licht und Schatten: Faust in der Musik!“ entfaltete sich ein Programm, das den inneren Zwiespalt, den schon Goethes Held beklagte, in den Werken von Robert Schumann, Alexander Skrjabin und Sergej Rachmaninow aufspürte und auf beeindruckende Weise zum Klingen brachte.

Den Auftakt bildete Robert Schumanns Klaviersonate Nr. 1 in fis-Moll, op. 11. Alexey Chernov offenbarte von den ersten Takten an ein tiefes Verständnis für die Schumann’sche Zerrissenheit. Die Widmung an seine fiktiven Alter Egos, den stürmischen Florestan und den träumerischen Eusebius, wurde unter seinen Händen zur lebendigen Realität. Chernovs Interpretation war ein einziger, großer Dialog dieser beiden Seelen: Aufbrausende, leidenschaftliche Ausbrüche von fast orchestraler Wucht wechselten sich ab mit Momenten von zartester, introspektiver Lyrik. Sein Spiel war technisch brillant und zugleich von einer ergreifenden Emotionalität geprägt. Man spürte den „einzigen Herzensschrei“ nach Clara Wieck, als den Schumann das Werk selbst bezeichnete. Die dramatische, bläuliche Bühnenbeleuchtung unterstrich die intensive Atmosphäre, in der Chernov mit vollem Körpereinsatz und konzentrierter Mimik völlig in der Musik aufging.

Nach der Pause folgte mit Alexander Skrjabins Sieben Préludes op. 17 ein poetisches Intermezzo. Diese Miniaturen aus Skrjabins früher Schaffensphase, bildeten eine Brücke zwischen den beiden monumentalen Sonaten des Abends. Chernov zeichnete jedes der kurzen Stücke mit feinstem Pinselstrich, wechselte mühelos zwischen verträumter Melancholie, aufblitzender Agitation und mystischer Zartheit. Seine meisterhafte Kontrolle über Anschlag und Pedalisierung ließ die komplexen Harmonien und suchenden Melodien in allen Farben schillern. Es war eine Darbietung, die die poetische, noch von Chopin und Rachmaninow beeinflusste Seite Skrjabins eindrucksvoll beleuchtete, bevor dieser sich seinen späteren, esoterischen Klangwelten zuwandte.

Den Höhepunkt und Abschluss des Konzerts bildete Sergej Rachmaninows gewaltige Sonate Nr. 1 in d-Moll, op. 28. Hier fand das Faust-Thema seine direkteste und dramatischste Umsetzung. Rachmaninow selbst hatte die drei Sätze als musikalische Porträts von Faust, Gretchen und Mephisto konzipiert. Alexey Chernov stürzte sich mit furioser Energie und technischer Souveränität in dieses Monumentalwerk.

Der erste Satz geriet zu einem packenden Porträt des innerlich zerrissenen Faust, geprägt von stürmischer Leidenschaft und grüblerischer Melancholie. Chernovs Spiel entfesselte eine bemerkenswerte dynamische Bandbreite, von donnernden Akkorden bis zu fast unhörbar leisen Passagen. Der zweite Satz, Gretchen gewidmet, offenbarte eine andere Seite seines Spiels: Mit großer Sensibilität und nuancierter Phrasierung gestaltete er die lyrischen, sehnsuchtsvollen Melodiebögen. Doch die Idylle war trügerisch. Im finalen dritten Satz entfesselte Chernov dann „Mephistos Tanz“ – einen wilden, infernalischen Ritt zum Hexensabbat. Mit atemberaubender Virtuosität und unerbittlicher Präzision trieb er das Stück seinem Abgrund entgegen, bis zum kraftvollen, resonanten Schlussakkord, der das Publikum atemlos zurückließ.

Alexey Chernov, der seit 2022 in Deutschland lebt und bereits als „Resident Artist“ im Beethoven-Haus Bonn wirkte, erwies sich an diesem Abend nicht nur als Pianist von Weltrang, sondern auch als tiefsinniger musikalischer Erzähler. Seine Fähigkeit, die literarischen und emotionalen Programme hinter den Noten aufzuspüren und für das Publikum erlebbar zu machen, ist außergewöhnlich. Der langanhaltende, begeisterte Applaus war der verdiente Lohn für einen unvergesslichen Konzertabend, der die beiden Seelen in der Brust der romantischen Musik auf aufwühlende und faszinierende Weise offenbarte.

Die nächste Gelegenheit, eine Weltklasse Pianistin im Melchiorsgrund zu erleben, bietet sich am Sonntag, 8. März 2026 zu gewohnter Zeit um 17:00 Uhr. Dann wird Diana Sahakyan mit ihrem Programm Ein Traum von Beethoven: Pathétique! Zu Gast sein. Reservierungen sind unter Tel.: 0151-125 855 27 oder per Email unter: möglich möglich

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