Theorie 


Landschaft mit Apfelbaum

Im Jahre 1980 wurde die Fachklinik Melchiorsgrund, als Teil eines kulturtherapeutischen Dorfes in Schwalmtal konzeptioniert und 1981 als Einrichtung der medizinischen Rehabilitation für rauschmittelabhängige und psychisch erkrankte junge Menschen anerkannt.
Der Großteil der behandelten Patienten (45 %) hat schon vor Beginn der eigentlichen Abhängigkeitserkrankung manifeste psychiatrische Diagnosen, gehört also zum Personenkreis Erkrankter mit „Doppeldiagnosen“.

 

(…) Demnach gilt es inzwischen als anerkannt, dass beide Störungen der „DD“-Patienten möglichst vom selben Therapeuten bzw. im selben Setting behandelt werden sollten. Dieser integrierte Therapieansatz zeigt deutliche Vorteile gegenüber einem sequentiellen (beide Störungen werden nacheinander angegangen) oder einem parallelen (beide Teile der Erkrankung werden gleichzeitig, aber in unterschiedlichen Institutionen behandelt).

E. Gouzoulis-Mayfrank aus „Komorbidität Psychose und Sucht“, Köln 2003

 

Um einen therapeutischen Rahmen zu gestalten und täglich neu zu bilden, der es dem Patienten ermöglicht, seine „natürliche Selbstverständlichkeit“ (nach Blankenburg) wieder zu erlangen ist die Technik des therapeutischen Dorfes als professionell gerahmte Lebenswirklichkeit die hervorstechendste konzeptionelle Besonderheit.

 

 

 

„Nur der gewinnt die Freiheit, wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“ - Johann Wolfgang v. Goethe

 

© Copyrights since 2013 by Melchiorsgrund