Bauernhof 

 Kühe futtern Heu

Selbstverständliche Grundlage des dörflichen Lebens ist der „Bauernhof“. 

So ist auch im kulturtherapeutischen Dorf der „Hof“ oder „die Landwirtschaft“ der Bereich, mit dem die meisten Arbeitsprojekte assoziiert sind und der für viele die geeignete Eingangssituation darstellt.

Durch die natürlichen Abläufe des Umgangs mit der Kuhherde und den Schweinen ergibt sich ein Arbeitszusammenhang und ein Rhythmus, der sich selbst begründet und nicht durch autoritäre Vorgaben durchgesetzt werden muss.

 

Der in seiner natürlichen Selbstverständlichkeit erschütterte Mensch erfährt unter Umständen zum ersten Mal, dass ein Lebewesen von ihm und seinen sachgerechten Handlungen abhängig ist und erlebt sich selbst vergleichsweise autonom.

 

Diese Beobachtungen bestätigte bereits in den 60er Jahren Prof. Dr. Huessy in der Beschreibung der Spring Lake Ranch, Cuttingsville, Vermont - USA.

 

„Der Schwerpunkt sinnlich-lebendiger Erfahrungen ist für den landwirtschaftlichen Bereich, insofern er mit der Tierpflege zu tun hat, für das individuelle Seelenleben im emotionalen Bereich zu sehen.“

 

Im Übergang zu den mehr pflegerischen Tätigkeiten im Bereich des Umgangs mit Tieren, Pflanzen und der Landschaft entsteht das Erfahrungsfeld einer „positiven Sinnlichkeit“ als Grundlage der Entwicklung von Lebensmut und Selbstsicherheit.

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